London, England, Dezember 2025 – Der Liverpool John Lennon Airport (LJLA) treibt seine Nachhaltigkeitsstrategie konsequent voran und realisiert ein 3 MW Onsite-System aus Photovoltaik und Batteriespeicher (BESS). Das gemeinsam von Activ8 Energies und SSE Airtricity umgesetzte Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 3 Mio. £ befindet sich innerhalb des Flughafengeländes östlich der Start- und Landebahn.
Nach der Inbetriebnahme im dritten Quartal 2025 wird die Anlage voraussichtlich bis zu 25 % des Strombedarfs des Flughafens decken. Überschüssige Energie kann bei geeigneten Netzbedingungen in das lokale Stromnetz eingespeist werden.
Kyte Powertech leistet einen zentralen Beitrag zum Projekterfolg mit dem Einsatz eines speziell entwickelten Systems:
Kyte Interface Transformator – verbindet Energieerzeugung, -speicherung und Netzanschluss in einer gemeinsamen Infrastruktur.
Die Lösung ermöglicht die physische Integration von PV-Erzeugung, Batteriespeicher und Netzanschluss über eine zentrale elektrische Schnittstelle und schafft damit die Grundlage für eine skalierbare und zukunftssichere Energiearchitektur.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie integrierte Energiesysteme im Bereich kritischer Infrastruktur – hier im Luftverkehr – wirtschaftlich und technisch erfolgreich umgesetzt werden können. Neben der Reduktion von Betriebskosten werden signifikante CO₂-Einsparungen erzielt und die langfristige Energieversorgungssicherheit erhöht.
Key Facts
- Projekt: Solar- und BESS-Anlage Liverpool John Lennon Airport
- Projektentwickler: Activ8 Energies (in Partnerschaft mit SSE Airtricity)
- Investitionsvolumen: ca. 3 Mio. £
- Leistung: 3 MW
- Installierte Module: 4.312
- Fläche: ca. 9 ha
- Deckung des Strombedarfs: bis zu 25 %
Strategische Bedeutung des Projekts
Das Projekt stellt einen wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung der Luftfahrtinfrastruktur dar und zeigt, wie erneuerbare Energien direkt in bestehende Betriebsstrukturen integriert werden können.
Wesentliche Effekte:
- Reduktion der Abhängigkeit von volatilen Energiemärkten durch Eigenstromerzeugung
- Unterstützung der Klimaziele (u. a. CO₂-Reduktionsstrategie bis 2040)
- Stärkung der Netzstabilität durch lokale Energieerzeugung
- Einspeisung von Überschussenergie ins Netz
- Jährliche CO₂-Einsparung von rund 500 Tonnen
- Regionale Wertschöpfung durch Bau und Betrieb
Technische Umsetzung
Die PV-Anlage umfasst rund 4.312 Freiflächenmodule auf etwa 22 Acres (~9 ha) mit einer Gesamtleistung von 3 MW. Ergänzend wurden eine Trafostation sowie interne Infrastruktur umgesetzt.
Die Netzanbindung erfolgt über eine Systemlösung mit dem Kyte Interface Transformator – die Verbindung für Energieerzeugung, -speicherung und Netzanschluss in einer gemeinsamen Infrastruktur.
Technisches Konzept: Integriertes Energiesystem
Im Gegensatz zu klassischen Ansätzen, bei denen PV-Anlage, Batteriespeicher und Netzanschluss als separate Systeme ausgeführt werden, verfolgt dieses Projekt einen integrierten Ansatz:
Das Kyte Interface Transformatorsystem fungiert als zentrale Schnittstelle, über die alle Energieflüsse effizient und flexibel über den gesamten Standort geführt werden.
Ergebnis:
- PV-Strom wird direkt ins Netz eingespeist oder im Batteriesystem zwischengespeichert
- Energie kann flexibel ins Netz eingespeist werden
- Lastspitzen können gezielt reduziert werden (Peak Shaving)
- Energieflüsse werden effizient gesteuert
Damit entsteht eine integrierte Energiearchitektur, die Flexibilität, Effizienz und Skalierbarkeit vereint und gleichzeitig auch zukünftige Erweiterungen ermöglicht.
Technische Eckdaten des Transformatorsystems
- Leistung: 4.000 kVA (Solar und weiterer Ausbau)
- Primärspannung: 11 kV
- Sekundärspannungen: 2 × 800 V (Solar und weiterer Ausbau)
- Kühlung: KNAN (natürliche Esterflüssigkeit FR3)
- Schaltgruppe: Dyn11yn11
- Verluste:
- Leerlauf: 2,2 kW
- Last: ca. 23,5 kW bei 3.000 kVA
- Impedanz: 6,5–7,3 %
- Norm: Tier 2 Eco Design
Besondere Merkmale:
- Zwei Niederspannungsausgänge
– für Trennung bestehender und zukünftiger Anschlüsse
– erleichtern die Integration zusätzlicher Speicherlösungen - Kompakte Bauweise
- Erhöhte Brandsicherheit und Nachhaltigkeit durch natürliche Esterflüssigkeit (FR3)
- Hoher Wirkungsgrad zur Maximierung erneuerbarer Energie
Systemvorteile durch den Kyte Interface Transformator
- Zentrale Integration aller Energiekomponenten
- Reduzierter Infrastrukturbedarf
- Vereinfachte Systemarchitektur
- Hohe Flexibilität für zukünftige Erweiterungen
- Optimierte Nutzung erneuerbarer Energie
Umwelt- und Betriebsvorteile
- Stromversorgung: bis zu 25 % des Flughafenbedarfs
- Jahreserzeugung: ca. 2,6–3,0 GWh
- CO₂-Einsparung: ca. 490 t/Jahr
- Betriebskostensenkung durch reduzierte Netzbezüge
- Langfristige Preisstabilität
Projektzeitplan
- September 2023: Baugenehmigung
- Q2 2025: Installation der PV-Anlage
- Q3 2025: Geplante Inbetriebnahme
Fazit
Das Projekt am Liverpool John Lennon Airport zeigt eindrucksvoll, wie integrierte Energiesysteme zur Dekarbonisierung kritischer Infrastruktur beitragen können.
Der eingesetzte Kyte Interface Transformator verbindet Energieerzeugung, -speicherung und Netzanschluss in einer gemeinsamen Infrastruktur und ermöglicht dabei eine neue Form der Systemintegration – die Grundlage für eine effiziente, flexible und zukunftssichere Energieversorgung.










